Freitag, 20.09.2019

09:30 - 11:00

R111

W20-06

Kritische Gerontologie und Konzepte der Versorgung alter Menschen

Moderation: M. Schroeter, Köln

Nachdem es in Deutschland Jahrzehnte lang um die Kritischen Wissenschaften still geworden war, erleben sie vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Spaltung aktuell einen erneuten Aufschwung. Das gilt auch für die Gerontologie. Naturgemäß sind Kritische Reflexionen insbesondere Teil der theoretischen Auseinandersetzungen. Ihr Anwendungsbezug ist umstritten. Der fokussiert diesen strittigen Punkt exemplarisch auf das Thema der Tagung bezogen. Eingangs gibt es zwei Impulsvorträge, die thesenartig zur Diskussion anregen sollen.

Der erste Impulsvortrag „Kritisch gerontologische Blicke auf die Versorgung alter Menschen sind möglich“ (Kirsten Aner, Universität Kassel) fragt unter der Titel-These „Kritisch gerontologische Blicke auf die Versorgung alter Menschen sind möglich“ grundsätzlich, ob und inwiefern Theorieansätze sich als Reflexionsfolien für die Analyse aktueller sozial-, gesundheits- und pflegepolitischer Konzepte der Versorgung alter Menschen eignen.

Der zweite Impulsvortrag „Struktur des Ageism: Zur Bebilderung der Alterslast“ (Kai Brauer, Hochschule Neubrandenburg) diskutiert unter dem Titel „Struktur des Ageism: Zur Bebilderung der Alterslast“ den Unterschied zwischen Versorgungsplanung und Versorungsalarmismus und nimmt dabei Bezug auf die Rhetorik von Akteuren, die die allgemeine soziale Versorgung Älterer in Frage stellen und dazu typischerweise Stereotype (Bilder vom Alter) nutzen.

Der Workshop setzt die theorieorientierte Arbeit des Arbeitskreises/Fachausschusses Kritische Gerontologie fort, die u. a. auf der gemeinsamen Tagung mit der Sektion Alter(n) und Gesellschaft der Deutschen Gesellschaft für Soziologie am 23. und 24. Februar 2018 in Dortmund an Fahrt aufgenommen hat. Sein Ziel ist ein Gedankenaustausch mit TeilnehmerInnen der Jahrestagung über den Kreis der bisher Beteiligten hinaus.

09:30
Kritisch gerontologische Blicke auf die Versorgung alter Menschen sind möglich
W20-06-01 

K. Aner; Kassel

Der Impulsvortrag formuliert Arbeitshypothesen zur Frage, ob und inwiefern ausgewählte Theorieansätze sich als Reflexionsfolien für die Analyse aktueller sozial-, gesundheits- und pflegepolitischer Konzepte der Versorgung alter Menschen eignen.

09:45
Struktur des Ageism: Zur Bebilderung der Alterslast
W20-06-02 

K. Brauer; Neubrandenburg

Kurzes Statement zum Unterschied zwischen Versorgungsplanung und Versorungsalarmismus bzw. zur Rhetorik der Reaktion, die die allgemeine soziale Versorgung Älterer in Frage stellt und sich dazu typischerweise Stereotype (Bilder) nutzt.

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